Raumstimmung
Räume, die sich vertraut und bewohnt anfühlen

Seit ich Mutter geworden bin, schaue ich anders auf Räume. Davor dachte ich oft in Farbe, Möbeln und Licht. Danach wurde die Frage persönlicher: Wie fühlt sich dieser Raum für ein Kind an, wenn es hineinkommt? Wie trägt er eine Familie am Ende eines langen Tages?
Diese Frage hat meine Arbeit verändert. Ein Bild ist nicht nur ein Motiv. Es wird Teil der Atmosphäre eines Raums. Es kann eine Ecke weicher machen, ein Kinderzimmer freundlicher, einen Flur persönlicher oder eine Küche am Morgen wärmer wirken lassen.
Die Kinderzimmer-Serie ist aus diesem Gedanken entstanden. Ich wollte Tiere, Landschaften und leuchtende Formen, die freundlich wirken, ohne laut zu werden. Kinder brauchen Farbe, aber sie brauchen auch Ruhe. Ein guter Familienraum hat beides.
Darum baue ich meine Kollektionen um Räume herum auf. Die Kunst soll sich nicht getrennt vom Alltag anfühlen. Sie soll in ihm sitzen: neben den Büchern, über dem Spielzeug, nahe am Tisch, an den Orten, an denen kleine Erinnerungen entstehen.
Für mich wirkt ein Raum dann lebendig, wenn er emotionale Farbe hat. Nicht zu perfekt, nicht zu inszeniert, aber warm genug, damit Menschen sich darin wiedererkennen können.
